Bayerische Benediktinerakademie

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Auf Anregung des Scheyrer Stiftsarchivars P. Dr. phil. et iur. utr. Laurentius Hanser beschloss das 23. Generalkapitel der Bayerischen Benediktinerkongregation am 30. März 1921 in Plankstetten die Errichtung einer Akademie zur „Förderung des wissenschaftlichen Strebens auf allen Gebieten, welche im Interesse des Benediktiner-Ordens liegen“. Gemäß der Satzung vom 3. Januar 1922 wurde sie von einem Abtprotektor geleitet, den das Generalkapitel bestimmte. Unter dem ersten Protektor Abt Willibald Wolfsteiner von Ettal (1921-1942) festigte sie sich zusehends. Zunächst wurden nur gedruckte Jahresberichte herausgegeben, aber 1925 übernahm die Akademie die 1880 zum Benediktusjubiläum vom P. Maurus Kinter in Raigern (Mähren) gegründete und von 1911 bis 1924 auch in schwierigen Zeiten von der Abtei St. Peter in Salzburg fortgeführte Zeitschrift „Studien und Mitteilungen aus dem Benediktinerorden“, heute die älteste Zeitschrift unseres Ordens.

Auf Anregung des Abtprotektors Dr. Hugo Lang von St. Bonifaz-München brachte eine Statutenrevision 1964 neuen Aufschwung. Seitdem wählen die ordentlichen Mitglieder ihre Präsidenten,

1964-1978 P. Dr. Albert Sigmund, Scheyern
1978-1984 P. Dr. Stephan Schaller, Ettal
1984-2002 P. Dr. Theodor Wolf, Ettal
Ab 2002 P. Dr. Michael Kaufmann, Metten

die ordentlichen Mitglieder der Sektionen ihre Dekane und deren Stellvertreter. Am 30. Oktober 1981 und am 16. November 2002 wurden die Statuten zeitgemäß erneuert. Ab 2001 werden alle Benediktiner und Benediktinerinnen (OSB) als ordentliche Mitglieder der BBA geführt. 

Auch die Redaktion der „Studien und Mitteilungen“ wurde durch je ein Mitglied der Österreichischen Benediktiner-Kongregation (ÖBK), der Schweizer Benediktinerkongregation (SBK) sowie der Kongregationen von Beuron und St. Ottilien erweitert. Ein anderes Projekt der Historischen Sektion ist die ausführliche Darstellung der Klöster mit Benediktsregel, die im deutschen Sprachgebiet bestehen oder bestanden haben. Von dieser Reihe „Germania Benedictina“ sind bisher folgenden Bände erschienen: 

Bd. I: Die Reformverbände und Kongregationen im deutschen Sprachraum (1999);
Bd. II: Die Benediktinerklöster in Bayern (1970);
Bd. III, 1-3: Die benediktinischen Mönchs- und Nonnenklöster in Österreich und Südtirol (2000-2002);
Bd. IV: Die Mönchs─ und Nonnenklöster der Zisterzienser in Hessen und Thüringen (2011);
Bd. V: Die Benediktinerklöster in Baden-Württemberg (1975);
Bd. VI: Die Benediktinerklöster in Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Bremen (1979);
Bd. VII: Die benediktinischen Mönchs- und Nonnenklöster in Hessen (2004);
Bd. VIII: Die Benediktinerklöster in Nordrhein-Westfalen (1980);
Bd. IX: Die Männer- und Frauenklöster der Benediktiner in Rheinland-Pfalz und Saarland (1999);
Bd. XI: Die Frauenklöster in Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Bremen (1984);
Bd. XII: Die Männer- und Frauenklöster der Zisterzienser in Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Hamburg (1994).

Kontakt:

P. Dr. Michael Kaufmann OSB
Abteistr. 3, Benediktinerabtei
94526 Metten
oder: Gamelbertstr. 18, Kath. Pfarramt
94569 Michaelsbuch
Mail: bened.akad@gmx.de Tel.: 09931-2608
Internet: www.bay-bened-akad.de Fax: 09931-74819

Bankverbindung:

Raiffeisenbank Michaelsbuch
Kto. Nr. 6601065
BLZ 74160025